Krisenbegleiter lassen Menschen in Not nicht allein: Lehrgänge am Fort- und Weiterbildungszentrum der LWL-Kliniken erfolgreich abgeschlossen

Dozent Nico Oud (links), Projektleiterin Monika Stich (2. von links) und Projektmitarbeiterin Alexa Krause (9. von links) gratulieren den Absolventen aus den LWL-Wohnverbünden (weiter von links): Marcel Lennert (Lippstadt), Anika Poßienke (Warstein), Frank Greiffenberg (Lippstadt), Uwe Röckinghausen (Lippstadt), Nadine Pellinghausen (Warstein), Meike Kiesel (Dortmund), Gunda Glassmeier (Lengerich), Anke Chilla-Weeke (Dortmund), Mario Reinhold (Lengerich) und Anika Grundmann (Dortmund). Auf dem Foto fehlen: Stefanie Schlothane (Münster), Claudia Koch (Dortmund) und Dozent Gernot Walter.

„Experten Krisenbegleitung“ dürfen sich 21 Beschäftigte aus Einrichtungen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) nennen, die spezielle Lehrgänge am LWL-Fort- und Weiterbildungszentrum Warstein jetzt erfolgreich abgeschlossen haben. Neben Mitarbeitern der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein wurden in einem separaten Kursus erstmals auch Fachkräfte aus verschiedenen Wohnverbünden im LWL-PsychiatrieVerbund ausgebildet.

Möglich wurde diese Maßnahme durch das  Projekt KBBM (Kompetenzbasiertes Bildungsmanagement) des LWL-PsychiatrieVerbunds. Im Rahmen dieses Projektes wurde ein Stufenmodell zur Qualifizierung konzipiert, dessen Basis- und Fachmodule bereits Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Einrichtungen absolviert haben.

Die LWL-Kliniken verfolgen bereits seit einigen Jahren einen präventiven Ansatz, anstatt in Krisen und schwierigen Situationen nur zu reagieren. „Gerade in Zeiten der Krise, des Ausnahmezustandes oder in besonderen Schwierigkeiten benötigen Klienten Profis an ihrer Seite, die es verstehen, hilfreich mit ihnen umzugehen, die auf schwieriges Verhalten professionell und einfühlsam reagieren können. Durch ihr wertschätzendes Verhalten tragen die Experten dazu bei, Schwierigkeiten zu minimieren und Interaktionen nicht eskalieren zu lassen“, weiß Monika Stich, Leiterin des Fort- und Weiterbildungszentrums und des KBBM-Projekts. „Das stellt für die Beschäftigten eine große Herausforderung dar und erfordert hohe Kompetenzen, die täglich eingesetzt werden.“

Frühwarnzeichen leiten präventive Maßnahmen ein

Anstehende Krisen und Auslöser früh zu erkennen und entsprechende präventive Maßnahmen einzuleiten, die auf das therapeutische Milieu, auf die Interaktion, die Rahmenbedingungen und auch das multiprofessionelle Miteinander abzielen, darin wurden die Fachkräfte in den beiden Ausbildungskursen zum Experten Krisenbegleitung geschult. Nach dem erfolgreichen Kolloquium  schilderten die Teilnehmenden beider Kurse eindrucksvoll, wie sich ihre Arbeit verändert hat und welche positiven Erfahrungen sie mit dem neu Erlernten gemacht haben.

„Wir sind dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, an diesem Kursus teilzunehmen“, resümierten einige der Teilnehmenden. Sie fühlten sich gestärkt in ihrer Arbeit und seien insgesamt zufriedener. Eine andere Perspektive einnehmen zu können, präventiv zu arbeiten und das Verhalten im Umgang mit Menschen zu verändern – diese in den Lehrgängen entwickelten Kompetenzen sollen nun den Klienten der LWL-Einrichtungen zugutekommen.

Monika Stich, die mit den Dozenten Gernot Walter (Großumstadt) und Nico Oud (Amsterdam) dieses modulare Ausbildungskonzept entwickelt hat, ist begeistert von dem Erfolg: „Ich freue mich, dass die Fachkräfte durch die bei der Arbeit erfahrene positive Resonanz bestärkt werden. Somit können Klienten bessere Unterstützung erfahren und ihrem Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben näher kommen.“

Die neuen Krisenbegleiter  und -belgeiterinnen

Aus den LWL-Wohnverbünden haben den Lehrgang absolviert: Anke Chilla-Weeke (Dortmund), Gunda Glassmeier (Lengerich), Frank Greiffenberg (Lippstadt), Anika Grundmann (Dortmund), Meike Kiesel (Dortmund), Claudia Koch (Dortmund), Marcel Lennert (Lippstadt), Nadine Pellinghausen (Warstein), Anika Poßienke (Warstein), Mario Reinhold (Lengerich), Uwe Röckinghausen (Lippstadt) und Stefanie Schlothane (Münster).

Neue Krisenbegleiter an den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein sind: Achim Bartmeier (Lippstadt), Dagmar Craes (Warstein), Peter Dell (Warstein), Bettina Gabriel-Swolinski (Lippstadt), Abdelaziz Ghoname (Lippstadt), Laura Putze (Lippstadt), Barbara Schmidt (Warstein), Jaqueline Senf (Warstein) und Johanna Tajndel (Warstein).